Startchancen-Programm (SCP)
Das gemeinsam von Land und Bund finanzierte Programm unterstützt bis 2034 gezielt die Schulen, die einen hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler haben. Die Gutenbergschule ist eine dieser Schulen. Dabei geht es aber nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern auch um systemische Veränderungen und eine Stärkung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens. Insgesamt profitieren von dem Bund-Länder-Programm in Niedersachsen rund 400 allgemein- und berufsbildende Schulen. Die Auswahl der Startchancen-Schulen erfolgte ausschließlich über einen in Niedersachsen entwickelten Sozialindex. Statt eines Gießkannenprinzips werden damit gezielt Schulen unterstützt, die aufgrund der Zusammensetzung ihrer Schülerschaft einen besonderen Unterstützungsbedarf haben.
Das Startchancen-Programm wurde mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 implementiert. Dabei wurden 20 regionale Netzwerke der beteiligten allgemein bildenden Schulen gebildet. Die Schulen entwickeln passgenaue Maßnahmen jeweils für ihre schulspezifischen Herausforderungen.
40 Prozent der Fördermittel sollen für eine bessere und damit lernförderlichere Ausstattung der Startchancen-Schulen eingesetzt werden (Säule I). 30 Prozent der Mittel fließen als sogenannte Chancenbudgets in Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung (Säule II). Schulen und Schulträger können damit Lösungen umsetzen, die zu den konkreten Herausforderungen vor Ort passen. Die Möglichkeiten reichen von der Leseförderung über Maßnahmen zur beruflichen Bildung bis hin zu Projekten zur Gewaltprävention.
Die Zuweisung der Mittel erfolgt erstmals 2025. Das Kultusministerium setzt dabei auf eine möglichst einfache Umsetzung für die beteiligten Schulen. Bis zum Ende der Programmlaufzeit soll die Zahl der Schüler*innen, die derzeit die Mindeststandards in Mathematik und Deutsch verfehlen, an den Startchancen-Schulen halbiert werden.
